Der Begriff Grundreinigung fällt oft, wird aber selten erklärt. Die kurze Antwort: Eine Grundreinigung ist die intensive Einmalreinigung, die Altlasten entfernt – also alles, was sich über Monate oder Jahre trotz regelmäßiger Reinigung festgesetzt hat. Sie ist kein besonders gründlicher Putztag, sondern ein eigenes Verfahren mit anderen Maschinen, anderen Mitteln und anderem Zeitansatz.
Der Unterschied zur Unterhaltsreinigung
Beide Begriffe werden gern verwechselt, meinen aber grundverschiedene Dinge:
| Unterhaltsreinigung | Grundreinigung | |
|---|---|---|
| Zweck | Zustand halten | Rückstand aufholen |
| Rhythmus | fester Turnus | einmalig oder 1–2× jährlich |
| Tiefe | sichtbare Flächen | bis in Fugen, Ecken und Poren |
| Technik | Wischsystem, Tücher | Scheuersaug- oder Einscheibenmaschine |
| Dauer | Stunden | Tage |
Die Unterhaltsreinigung kann eine Grundreinigung nicht ersetzen – und umgekehrt. Wer nur grundreinigt, lässt den Zustand dazwischen verfallen. Wer nur unterhält, schiebt den Rückstand vor sich her. Ausführlicher haben wir das im Beitrag Unterhaltsreinigung vs. Grundreinigung aufgeschrieben.
Vier typische Anlässe
- Nach einem Umbau. Baustaub ist fein genug, um sich in Fugen, auf Rahmen und hinter Heizkörpern abzusetzen. Ohne maschinelle Aufnahme wirbelt er monatelang wieder auf.
- Beim Mieterwechsel. Ein vollständig gereinigtes Objekt vermietet sich schneller und nimmt Diskussionen bei der Übergabe die Grundlage.
- Beim Wechsel des Dienstleisters. Hat der Vorgänger Rückstand hinterlassen, startet die Zusammenarbeit sinnvoll mit einer Grundreinigung. Danach hält der normale Turnus den Zustand.
- Im festen Rhythmus. Viele Objekte planen ein- bis zweimal jährlich eine ein – vor allem, um den Bodenbelag zu schützen.
Was dabei tatsächlich passiert
Böden
Das Kernstück. Je nach Belag kommt eine Scheuersaugmaschine oder eine Einscheibenmaschine zum Einsatz. Bei beschichteten Böden wird der alte Pflegefilm abgetragen – darin sitzt der Schmutz, nicht auf dem Belag selbst. Anschließend kann neu eingepflegt werden, was den Boden für die nächste Periode schützt.
Sanitärbereiche
Kalk und Urinstein lösen sich nicht mit dem Turnus-Reiniger. Hier wird mit anderen Mitteln und längerer Einwirkzeit gearbeitet, inklusive Fugen, Armaturen und Fliesenspiegel.
Flächen, die sonst nicht drankommen
Türzargen, Heizkörper von innen, Sockelleisten, Oberkanten von Schränken, Lichtschalter, Fensterfalze. Es sind diese Stellen, die den Unterschied zwischen „geputzt“ und „grundgereinigt“ ausmachen.
Wie lange dauert das?
Das hängt von Fläche und Zustand ab. Kleinere Objekte schaffen wir an einem Tag, größere planen wir über mehrere Tage oder ein Wochenende – damit der Betrieb weiterlaufen kann. Den Zeitrahmen nennen wir im Angebot, nicht erst währenddessen.
Räume müssen Sie dafür nicht leerräumen. Leichtes Mobiliar rücken wir selbst beiseite und stellen es zurück. Nur persönliche Unterlagen und empfindliche Geräte sollten vorher weg – was genau, klären wir bei der Besichtigung.
Was sie kostet
Eine seriöse Zahl lässt sich erst nach einem kurzen Blick auf das Objekt nennen, weil Fläche, Verschmutzungsgrad und Bodenbelag stark auseinandergehen. Die Besichtigung ist bei uns kostenlos und unverbindlich; danach erhalten Sie einen verbindlichen Festpreis statt einer Stundenabrechnung. Für Privathaushalte gilt außerdem: Der Arbeitsanteil ist nach § 35a EStG absetzbar – dazu haben wir einen eigenen Beitrag.
Fazit: Die Grundreinigung ist kein gründlicheres Putzen, sondern ein eigenes Verfahren mit Maschinen, längerer Einwirkzeit und Zugriff auf Flächen, die der Turnus nicht erreicht. Sie holt Rückstand auf – halten muss ihn danach die Unterhaltsreinigung.
Passende Leistung: Grundreinigung im Kreis Unna – zum Festpreis, mit Maschinen und festem Objektteam. Termin über unser Kontaktformular.
